Notfalldienst vs. Notruf

Was ist der ambulante ärztliche Bereit­schaftsdienst?

Der ambulante Notfalldienst wird von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu sprechstundenfreien Zeiten angeboten – an Wochenenden, an Nachmittagen ohne Sprechstunden sowie abends und nachts. Er ist die richtige Adresse für alle, die ein gesundheitliches Problem haben, mit dem man normalerweise den Hausarzt aufsuchen würde – zum Beispiel eine Magen-Darm-Grippe oder ein grippaler Infekt am Wochenende.

Wer in einem solchen Fall einen Arzt benötigt und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten kann, wird in einer Notfalldienstpraxis der niedergelassenen Ärzte versorgt. Diese Notfalldienstpraxen sind in den meisten Fällen direkt an ein Krankenhaus angebunden. Über die bundesweit kostenfreie Rufnummer 116 117 erreichen Anrufer die Arztrufzentrale NRW, von der sie Adresse und Öffnungszeit der nächstgelegenen Notfalldienstpraxis erfahren. Auch die regionalen Erreichbarkeiten der kinder-, Hals-Nasen-Ohren- und augenärztlichen Notfalldienste lassen sich unter der 116 117 telefonisch erfragen.

Wer aus medizinischen Gründen keine Notdienstpraxis aufsuchen kann oder bettlägerig ist, kann einen ärztlichen Hausbesuch in Anspruch nehmen. Auch dieser ist über die Arztrufzentrale NRW zu erfragen und wird von dort koordiniert.

Der ambulante Notfalldienst ist grundsätzlich vom Rettungsdienst zu unterscheiden. Dieser ist unter der Rufnummer 112 erreichbar und muss unverzüglich in lebensbedrohlichen Situationen, etwa bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt, angefordert werden.