Fahrdienst vs. Sitzdienst

Die Karte zeigt eine mög­liche Aufteilung der neuen Bezirke.
Die Karte zeigt eine mög­liche Aufteilung der neuen Bezirke.

In Ergänzung zu der Versorgung in den Notdienstpraxen wird in ganz Nordrhein ein flächendeckender ärztlicher Fahrdienst angeboten. Hierfür wird die Region Nordrhein in acht Fahrdienst-Bezirke aufgeteilt, in denen jeweils mehrere Fahrzeuge samt Fahrer für dringende Hausbesuche im Rahmen des ambulanten Notfalldienstes eingesetzt werden.

Pendeln zwischen Praxis und Hausbesuch entfällt

Die neue und in ganz Nordrhein einheitliche Fahrdienstregelung ersetzt die bisher an vielen Orten praktizierten Modelle, in denen die diensthabenden Ärzte sowohl die Versorgung der Patienten in ihren Praxen als auch die Hausbesuche selbst durchführen müssen. Dieses Pendeln zwischen Hausbesuchen und Praxisbehandlungen entfällt. Künftig werden die diensthabenden Ärzte im „Sitzdienst“ ausschließlich jene Patienten versorgen, die zu Ihnen in die Notfalldienstpraxen kommen, während gleichzeitig andere in den „Fahrdienst“ eingeteilte Ärzte die Hausbesuche durchführen. Durch die reformierte Trennung von Sitz- und Fahrdiensten werden sich die Wartezeiten auf einen Hausbesuch in Nordrhein verringern.

Mit der neuen Struktur werden aber auch weitere Optimierungen erreicht: Zum einen lassen sich die kostspieligen Ressourcen im Fahrdienst zukünftig noch effizienter einsetzen; und zum anderen vermeidet die neue Regelung Situationen, die Ärztinnen und Ärzte bisher immer wieder als bedrohlich wahrgenommen haben, etwa wenn sie in den Nachtstunden mit dem eigenen Auto ohne Begleitung zu Einsätzen an ihnen unbekannten Orten und Wohnquartieren gerufen wurden. Die zukünftige konsequente Begleitung durch einen Fahrer wird die Sicherheit der diensthabenden Ärzte fördern.